KUSTOMA

Kinderbetreuung unterstützt durch online implementierte und mobile Applikationen

Projekthintergrund

Durch die zunehmende Anzahl an Doppelverdiener-Haushalten in Deutschland, sowie durch den gegenwärtigen gesellschaftlichen, strukturellen und unternehmerischen Wandel wächst auch der Bedarf an flexiblen und individuellen Alltagsunterstützungen. Bekannte Beispiele hierfür sind die Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Nachhilfe, oder ähnliche Tätigkeiten, die Zeit kosten und oft eine gewisse Qualifikation erfordern.

Personennahe Dienstleistungen in Form von Alltagsunterstützungen gelten als wichtiger Beschäftigungsmotor. Sie schaffen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zukunftssichere Arbeitsplätze, hohe Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit.

Jedoch fehlt bisher ein einfaches, vertrauenswürdiges und unbürokratisches Angebot, welches den gesamten Prozess digital unterstützt. Hier setzt das Forschungsprojekt KUSTOMA an, welches seit dem 1. Oktober 2018 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderlinie „Personennahe Dienstleistungen" gefördert wird (Förderkennzeichen: 02K17A030).

Zudem finden Sie weitere Informationen zu den Projekten der Förderlinie auf der Internetseite des Begleitforschungsprojektes BeDien.

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, das Angebot für personennahe Alltagsunterstützungen vertrauenswürdig und bürokratisch einfach zu gestalten; gleichermaßen für Nachfrager und Anbieter. Das soll in der Form einer Online-Plattform passieren, welche den Prozess ganzheitlich digital unterstützt.

Die Online-Plattform wird durch eine mobile Anwendung für Smartphones ergänzt und bringt Dienstleistungsnehmer und Dienstleistungsgeber durch administrative und vertrauensbildende Funktionen zusammen. Die Plattform wird Funktionen bereitstellen, die den Prozess über die reine Vermittlung hinaus unterstützen – somit wird der Ablauf für beide Seiten vereinfacht.

Darüber hinaus werden im Zuge des Projektes neue innovative Technologien (bspw. Blockchain Technologie, Chatbots) und darauf basierende neue Geschäftsmodelle auf Anwendbarkeit und Chancen analysiert. Die Übertragbarkeit der Projektlösung auf viele verschiedene Alltagsunterstützungen, Unternehmen und Privatnutzer wird in erster Linie durch die Konzeptionierung der Standardaktivitäten von Dienstleistungsprozessen sichergestellt. Das Projektende ist für Mai 2022 geplant.

Übersicht über die zu entwickelnde Lösung:

Zu entwickelnde Lösung

Projektphasen

  • Analyse: Betrachtung von aktuell anbietenden Unternehmen im Detail, Recherche von neuen Technologien, Analyse von privaten Haushalten, Bedarfsermittlung
  • Entwicklung und Erprobung: Konzipierung der Plattform, Entwicklung und Test der Plattform
  • Übertragung und Anpassung: Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für eine erfolgreiche Plattform auf Basis der Erkenntnisse, Empfehlungen

Verbundkoordinator und Projektleitung

Technische Universität München
TUM School of Management
Lehrstuhl für Strategie und Organisation
Der Lehrstuhl für Strategie und Organisation unter Leitung von Prof. Dr. Isabell M. Welpe beschäftigt sich mit Forschung und Lehre im Bereich der Digitalisierung von Dienstleistungsprozessen, Einbindung von Kunden und Co-Creation sowie Work-Life-Balance und bringt eine umfassende Erfahrung in der Leitung und Koordination von Forschungs- projekten mit.

Verbundpartner
yathos UG

yathos, ein im Jahr 2012 aus einem universitären Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Flughafen München gegründetes Startup, ist im Bereich Softwareentwicklung und des Systemdesigns für seine Kunden tätig. Im Projekt agiert yathos als Entwickler der IKT-basierten Plattform sowie Smartphone-Anwendung und stützt sich hierbei auf die vorhandenen Kernkompetenzen im Bereich Entwicklung von Business, Mobile und Webapplications mit besonderem Augenmerk auf Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Datenschutz sowie dem Design und der Funktionalität der entwickelten Produkte.

Verbundpartner
Die Notfallmamas GmbH

Das Unternehmen Die Notfallmamas, gegründet im Juni 2012, bietet Unternehmen, ihren Angestellten und Selbständigen Kinder-Notfallbetreuung im Krankheitsfall oder wenn die Regelbetreuung ausfällt und berufliche dringende Termine eine Anwesenheit der Eltern am Arbeitsplatz erfordern an. Die Notfallmamas agiert im Projekt als Pilotanwender der Plattform und der Smartphone-Anwendung mit angestelltem Kinderbetreuungspersonal. Durch das Expertise im Bereich der Vermittlung der Kindernotfallbetreuung werden weitere potentielle Möglichkeiten identifiziert und erprobt.